Natürliche Schutzmittel gegen Textilmotten selbst herstellen
Textilmotten sind ein hartnäckiges Problem, das fast jeden Haushalt irgendwann trifft. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in dunklen, warmen und leicht feuchten Bereichen ab, wo Wolle, Seide, Kaschmir oder Federn gelagert werden. Besonders gefährdet sind Kleidungsstücke, die längere Zeit ungetragen im Schrank hängen, ohne dass sie regelmäßig gelüftet oder kontrolliert werden. Wer die ersten Anzeichen erkennt, kann jedoch mit einfachen Mitteln gegensteuern, bevor ganze Garderoben beschädigt sind. Dazu gehört auch, Kleidermotten im Schlafzimmer zu erkennen und dauerhaft loszuwerden, denn gerade dort finden die Tiere oft ideale Bedingungen vor. Ein trockener, gut belüfteter Raum ist die beste Grundlage, um einen Befall von vornherein zu erschweren.
Für die Herstellung eigener Schutzmittel braucht es keine aggressiven Chemikalien. Bewährt haben sich Duftstoffe, die Motten meiden: Lavendel, Zedernholz, Nelken, Rosmarin, Minze und Wacholder. Aus getrockneten Lavendelblüten lassen sich kleine Säckchen nähen, die in Schubladen, zwischen Pullover und an Kleiderbügel gehängt werden. Ein klassisches Rezept kombiniert zwei Esslöffel getrockneten Lavendel, einen Esslöffel Nelken und einige Zedernholzspäne in einem Baumwollbeutel. Wer es intensiver mag, gibt zwei bis drei Tropfen ätherisches Lavendelöl hinzu und erneuert den Duft alle vier bis sechs Wochen. Wichtig ist, die Säckchen direkt an den Kleidungsstücken zu platzieren, nicht nur irgendwo im Schrank.
Ein einfaches Spray lässt sich aus Wasser, Alkohol und ätherischen Ölen mischen. Dafür werden 100 Milliliter destilliertes Wasser, 50 Milliliter hochprozentiger Alkohol und etwa 20 Tropfen Lavendel- oder Zedernöl in eine Sprühflasche gefüllt und gut geschüttelt. Die Mischung wird dünn auf die Innenseiten von Schränken und auf Aufbewahrungsboxen gesprüht, niemals direkt auf empfindliche Stoffe. Nach dem Trocknen hinterlässt sie einen dezenten Duft, der Motten fernhält. Zusätzlich hilft es, Kleidung vor dem Einlagern gründlich zu waschen oder zu lüften, da Schweiß- und Speisereste die Tiere anziehen. Vakuumbeutel oder dicht schließende Boxen schützen empfindliche Stücke zusätzlich.
Regelmäßige Kontrolle bleibt unverzichtbar, denn kein Duftmittel wirkt dauerhaft, wenn der Befall bereits fortgeschritten ist. Alle drei Monate sollten Schränke ausgeräumt, ausgewischt und gelüftet werden. Befallene Stücke gehören sofort in die Gefriertruhe oder in die Wäsche bei mindestens 60 Grad. Wer diese Routinen mit selbst gemachten Duftsäckchen und Sprays verbindet, hält Motten langfristig fern, ohne auf starke Insektizide zurückzugreifen.